Floran Douay kehrt zu Genève-Servette zurück – Vertrag bis Dezember
Genève-Servette reagiert auf seine angespannte Personalsituation und verpflichtet Floran Douay. Der 31-jährige französisch-schweizerische Stürmer kehrt nach mehr als sechs Jahren zu seinem Ausbildungsklub zurück. Sein Vertrag läuft mindestens bis zum 6. Dezember 2026. Erst vor vier Tagen hatte der Lausanne HC die Zusammenarbeit mit Douay beendet.
Die Genfer bestätigten die Verpflichtung am Freitag, 23. Oktober. Trainer Sam Hallam erhält damit einen erfahrenen Angreifer, der die National League bestens kennt. Douay bringt die Erfahrung aus 528 Meisterschaftsspielen mit und soll die durch zahlreiche Verletzungen geschwächte Offensive verstärken.
Für Douay schliesst sich ein Kreis. Seine Profikarriere begann bei Genève-Servette, wo er bereits zwischen 2013 und 2020 spielte. Mit seiner Schweizer Spielerlizenz beansprucht er keinen zusätzlichen Ausländerplatz und erweitert damit die personellen Möglichkeiten der Grenats.
Genève-Servette holt einen alten Bekannten zurück
Die Grenats setzen bei ihrer jüngsten Verpflichtung auf Erfahrung und Vertrautheit. Floran Douay durchlief die Nachwuchsabteilung von Genève-Servette und absolvierte während der Saison 2013/14 seine ersten Einsätze in der National League.
Bis zu seinem Abschied 2020 bestritt er 210 Meisterschaftsspiele für die Genfer. Dabei erzielte er 17 Tore und bereitete 17 weitere Treffer vor.
Nun kehrt der Angreifer in die Les Vernets zurück. Für Trainer Sam Hallam ist die Verpflichtung eine zusätzliche Möglichkeit, auf die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle zu reagieren.
Nur vier Tage nach dem Lausanne-Abschied
Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt des Wechsels.
Erst am Montag hatte Lausanne entschieden, den auf einen Monat begrenzten Vertrag des Stürmers nicht zu verlängern. Douay war im September kurzfristig verpflichtet worden, um die Offensive der Waadtländer zu ergänzen.
In elf Meisterschaftsspielen blieb der Franzose ohne Skorerpunkt. Die Trennung zwischen Lausanne und Douay erfolgte deshalb nach dem vereinbarten Vertragsmonat.
Jetzt erhält der Angreifer bei seinem früheren Klub eine neue Gelegenheit, sich für weitere Einsätze zu empfehlen.
528 Meisterschaftsspiele als wertvolle Erfahrung
Nach seinem ersten Engagement in Genf spielte Douay für Lausanne, die SCL Tigers und den HC Ambri-Piotta.
Insgesamt absolvierte er bislang 528 Partien der regulären National-League-Meisterschaft. Seine Bilanz umfasst 34 Tore und 54 Assists.
Seine Stärken liegen weniger im offensiven Spektakel als in der körperlichen Präsenz, der defensiven Zuverlässigkeit und der Arbeit entlang der Banden.
Gerade diese Eigenschaften könnten für Genève-Servette derzeit besonders wertvoll sein. Hallam erhält einen Spieler, der unterschiedliche Rollen in den hinteren Sturmformationen übernehmen kann.
Genfer Verletzungssorgen erhöhen den Handlungsbedarf
Die Mannschaft kämpft seit Wochen mit personellen Problemen. Mehrere Stammspieler stehen nicht zur Verfügung, was die Belastung der verbleibenden Angreifer erhöht.
Douay soll helfen, die Einsatzzeiten besser zu verteilen und zusätzliche Stabilität in das Spiel zu bringen.
Seine langjährige Erfahrung im Schweizer Eishockey erleichtert die Integration. Zudem ist ihm das Umfeld von Genève-Servette bereits vertraut.
Die Verpflichtung bietet dem Trainerteam damit eine kurzfristige Verstärkung, ohne das Kontingent der ausländischen Spieler zusätzlich zu beanspruchen.
Wie geht es für Douay nach Dezember weiter?
Die Vereinbarung läuft zunächst mindestens bis zum 6. Dezember. Damit erhält der Klub mehrere Wochen Zeit, die weitere Kaderentwicklung zu beurteilen.
Für Douay bietet sich die Chance, nach dem kurzen Engagement in Lausanne wieder regelmässig Verantwortung zu übernehmen.
Sportlich ist die Rückkehr auch persönlich bedeutsam. Mehr als sechs Jahre nach seinem Abschied trägt er erneut die Farben jenes Vereins, bei dem seine National-League-Karriere begann.
Quelle: belmedia-Redaktion
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