17. September 2026

Bellinzona dreht 0:2 und schlägt Basel im Penalty-Krimi

Die GDT Bellinzona Snakes sind mit einem spektakulären Sieg in die neue Swiss-League-Saison gestartet. Die Tessiner bezwangen den EHC Basel nach einem 0:2-Rückstand mit 5:4 nach Penaltyschiessen. Lenny Schenk verwandelte den entscheidenden Versuch und sicherte Bellinzona die ersten zwei Punkte der Saison 2026/27. Basel erwischte im Centro Sportivo den deutlich besseren Start. Marcell Révész traf in der 12. Minute zum 0:1, David Hamr erhöhte in der 18. Minute auf 0:2. Doch nach der ersten Pause explodierten die Snakes im Powerplay: Jacopo De Luca, William Hedlund und Ian Marchetti drehten die Partie zwischen der 23. und 26. Minute innerhalb von weniger als drei Minuten auf 3:2. Dario Kummer glich für Basel noch im zweiten Drittel zum 3:3 aus. Nach der erneuten Bellinzona-Führung durch Dean Schwenninger antwortete Gianluca Barbei in der 51. Minute mit dem 4:4. Nach einer torlosen Verlängerung musste das Penaltyschiessen entscheiden. Damit startet ausgerechnet Bellinzona, das in unserer Swiss-League-Saisonvorschau als Entwicklungsteam im Fokus stand, mit einem emotionalen Erfolg in die neue Meisterschaft.

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Lausanne verpflichtet NHL-Routinier Curtis Lazar

Der Lausanne HC verstärkt seine Offensive mit reichlich NHL-Erfahrung. Die Waadtländer verpflichten den 31-jährigen Kanadier Curtis Lazar für den Rest der Saison 2026/27. Der vielseitige Center und Flügelstürmer bringt 617 NHL-Spiele mit in die National League. Lazar wurde 2013 an 17. Stelle von den Ottawa Senators gedraftet und lief in der NHL für Ottawa, Calgary, Buffalo, Boston, Vancouver, New Jersey und zuletzt Edmonton auf. Der Rechtsschütze ist weniger als klassischer Scorer bekannt, sondern vor allem für sein defensives Verantwortungsbewusstsein, seine physische Spielweise, seine Arbeit ohne Scheibe und seine Qualitäten im Boxplay. Für Lausanne ist Lazar bereits der siebte ausländische Spieler im aktuellen Kader. Der Zeitpunkt der Verpflichtung ist bemerkenswert: Die Mannschaft von Geoff Ward startete am Dienstag mit einer 0:5-Heimniederlage gegen den EV Zug in die neue National-League-Saison. Wann Lazar erstmals eingesetzt werden kann, ist noch offen, da der Klub auf die notwendigen administrativen Bewilligungen wartet.

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Ambri verstärkt Goalie-Bereich mit Peter Mettler

Der HC Ambri-Piotta verstärkt seinen Trainerstab mitten zum Start der neuen National-League-Saison. Peter Mettler stösst als Goaltending Consultant zu den Leventinern und erhält einen Teilzeitvertrag bis zum Ende der Saison 2026/27. Der erfahrene Schweizer Goalie-Spezialist soll eng mit Torhütertrainer Pauli Jaks zusammenarbeiten. Ambri will mit der Verpflichtung zusätzliches Know-how in die Arbeit mit seinen Torhütern bringen. Mettler verfügt über langjährige Erfahrung im Schweizer Eishockey: Auf Klubebene arbeitete er unter anderem beim EV Zug und beim HC Davos als Torhütertrainer, zudem war er in verschiedenen Funktionen für die Schweizer Nationalmannschaften tätig – sowohl bei der A-Nationalmannschaft als auch im U20-Bereich. Die Verpflichtung erfolgt unmittelbar nach dem gelungenen Saisonauftakt der Tessiner. Ambri gewann am Dienstag beim HC Ajoie mit 3:2 nach Penaltyschiessen und holte damit die ersten beiden Punkte der neuen Meisterschaft. Bereits am Freitag wartet mit dem Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers die nächste Aufgabe.

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Suter startet ins Vertragsjahr – Konkurrenz bei Blues wächst

Pius Suter startet bei den St. Louis Blues in eine Saison mit besonderer Bedeutung. Der 30-jährige Schweizer steht im am Donnerstag eröffneten Hauptcamp und muss sich nach zwei prominenten Verstärkungen im Angriff einem verschärften Konkurrenzkampf stellen. Gleichzeitig beginnt für Suter das letzte Jahr seines aktuellen NHL-Vertrags. St. Louis hat 48 Spieler ins Trainingscamp eingeladen, darunter 27 Stürmer. Suter läuft weiterhin mit der Nummer 22 auf. Neu gehören unter anderem Mason McTavish und Connor McMichael zur Offensive der Blues. Beide verfügen über grosse NHL-Erfahrung und erhöhen die Konkurrenz um die Centerpositionen und Plätze in den ersten drei Sturmreihen deutlich. Für Suter ist die Ausgangslage deshalb spannend. In der vergangenen Saison kam der Schweizer trotz einer längeren Sprunggelenkverletzung auf 64 NHL-Spiele, 13 Tore und 16 Assists. Seine Vielseitigkeit und sein Zwei-Wege-Spiel bleiben wichtige Argumente. Gleichzeitig zählt er seit Jahren zum Kreis der international erfahrenen Schweizer NHL-Spieler und will sich in St. Louis erneut eine feste Rolle erarbeiten.

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Hellebuyck bleibt Camp fern – Jets suspendieren Star-Goalie

Bei den Winnipeg Jets eskaliert der Konflikt mit Connor Hellebuyck unmittelbar zum Start des Trainingscamps. Der dreifache Vezina-Trophy-Gewinner erschien nicht zum vorgeschriebenen Camp-Termin und wurde daraufhin vom Klub suspendiert. Hellebuyck hatte bereits Ende August öffentlich bestätigt, dass er Winnipeg verlassen und zu einem anderen NHL-Team wechseln möchte. Der 33-Jährige hatte die Jets nach eigenen Angaben bereits mehrere Monate zuvor intern um einen Trade gebeten. Nachdem bis Ende August keine Lösung gefunden worden war, machte er seinen Wechselwunsch öffentlich. Seine Haltung hat sich seither nicht verändert. Für Winnipeg ist die Situation besonders heikel, weil Hellebuyck noch fünf Jahre seines langfristigen Vertrags vor sich hat und zu den sportlich wichtigsten Spielern der Organisation gehört. Mitten in dieser Unruhe startet auch Nino Niederreiter in eine für ihn besonders wichtige NHL-Saison. Der Schweizer Flügelstürmer geht nach seinen Knieproblemen ins letzte Jahr seines aktuellen Vertrags und will sich für ein weiteres NHL-Arbeitspapier empfehlen. Statt einer ruhigen Vorbereitung muss sich das Team nun jedoch mit der ungeklärten Zukunft seines langjährigen Nummer-1-Goalies beschäftigen.

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Rochette im Red-Wings-Hauptcamp – jetzt geht es um die NHL

Théo Rochette hat die nächste Hürde auf seinem Weg in die NHL genommen. Die Detroit Red Wings haben den 24-jährigen Schweizer Center offiziell in ihr 49 Spieler umfassendes Hauptcamp aufgenommen, das am Donnerstag in Detroit beginnt. Damit trainiert Rochette nun direkt mit den etablierten NHL-Spielern der Organisation. Der frühere Lausanne-Stürmer läuft bei Detroit mit der Nummer 48 auf und gehört zu insgesamt 28 Stürmern im Camp. Bis Sonntag stehen im BELFOR Training Center innerhalb der Little Caesars Arena täglich Trainings und interne Testspiele auf dem Programm. Bereits am Montag beginnt für die Red Wings mit der Partie bei den Columbus Blue Jackets die verkürzte Preseason. Für Rochette ist die Nomination die nächste konkrete Entwicklung nach dem Prospect Tournament der Red Wings. Dort konnte sich der Schweizer erstmals unter Wettkampfbedingungen im neuen Umfeld präsentieren. Nun steigt das Niveau nochmals deutlich: Im Hauptcamp kämpft er gemeinsam mit den NHL-Profis und weiteren Anwärtern um seine Rolle innerhalb der Organisation.

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Kurashev weiter ohne NHL-Vertrag – Camp-Phase beginnt

Philipp Kurashev wartet weiterhin auf einen Vertrag für die neue NHL-Saison. Der am 16. September aktualisierte offizielle Free-Agent-Tracker der NHL führt den 26-jährigen Schweizer weiterhin als verfügbaren Unrestricted Free Agent. Damit beginnt die entscheidende Camp-Phase in Nordamerika für Kurashev ohne feste NHL-Adresse. Die San Jose Sharks hatten Kurashev nach der vergangenen Saison kein Qualifying Offer unterbreitet. Der Schweizer erzielte 2025/26 in 43 NHL-Partien sieben Tore und bereitete 13 weitere Treffer vor. Mit 20 Punkten konnte er sich dennoch keinen neuen Vertrag in San Jose sichern. Sein Einjahresvertrag über 1,2 Millionen Dollar lief im Sommer aus. Kurashev bereitete sich zuletzt in der Schweiz auf die neue Saison vor und trainierte eine Woche beim HC Thurgau. Zuvor war er auch beim Nachwuchsprojekt von Timo Meier in Herisau engagiert. Während zahlreiche Schweizer NHL-Spieler nun bei ihren Klubs in die Vorbereitung einsteigen, bleibt Kurashevs sportliche Zukunft offen.

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Merzlikins fällt weiter auf unbestimmte Zeit aus – Saisonstart verpasst

Bei Elvis Merzlikins gibt es zum Start des Trainingscamps der Columbus Blue Jackets keine Entwarnung. Der 32-jährige Goalie hat den medizinischen Check nach seiner Schulteroperation nicht bestanden und fällt weiterhin auf unbestimmte Zeit aus. Einen konkreten Termin für seine Rückkehr aufs Eis gibt es weiterhin nicht. Merzlikins hatte sich im August einer Operation an der Schulter unterzogen. Die Beschwerden waren während seines Sommertrainings aufgetreten, worauf eine MRI-Untersuchung die Verletzung zeigte und die Verantwortlichen gemeinsam mit dem Spieler den operativen Eingriff beschlossen. Die Operation verlief nach Angaben des Klubs erfolgreich. Beim medizinischen Check zum Trainingscamp wurde nun jedoch bestätigt, dass Merzlikins noch nicht einsatzbereit ist. General Manager Don Waddell machte bei der Eröffnung des Camps deutlich, dass mit einer raschen Rückkehr nicht gerechnet werden kann. Columbus hat entsprechend reagiert und mit Cam Talbot zusätzliche Erfahrung für die Goalieposition verpflichtet. Während Merzlikins an seinem Comeback arbeitet, steht auch für andere Schweizer NHL-Routiniers eine wichtige Saison bevor: Nino Niederreiter will nach seinen Knieproblemen nochmals voll angreifen.

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Patrick Fischer zieht gegen Vierjahressperre vor das CAS

Patrick Fischer akzeptiert die vierjährige Sperre des Eishockey-Weltverbands IIHF nicht. Der frühere Schweizer Nationaltrainer zieht den Entscheid an den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne weiter. Fischer bestätigte den Rekurs gegenüber Keystone-SDA. Die IIHF hatte den 51-Jährigen vergangene Woche für vier Jahre von ihren Wettbewerben ausgeschlossen. Hintergrund ist das gefälschte Covid-Zertifikat, mit dem Fischer 2022 an die Olympischen Winterspiele in Peking gereist war. Tätigkeiten als Klubtrainer sind von der IIHF-Sanktion nicht betroffen. Ob Swiss Sport Integrity in der Schweiz zusätzliche Konsequenzen zieht, ist weiterhin offen. Damit erhält der Fall nun eine neue juristische Dimension. Über die ursprüngliche Vierjahressperre gegen Patrick Fischer hatten wir bereits berichtet. Nun muss sich der Internationale Sportgerichtshof mit der Frage beschäftigen, ob der von der IIHF ausgesprochene Ausschluss in dieser Form Bestand hat.

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